29. März | 16 Uhr | Veranstaltungszentrum
Ottos Briefe
Lesung aus der Feldpost eines Kötheners 1939-1943
„Ottos Briefe – Feldpost eines Kötheners 1939-1943“ heißt eine Lesung, die am 29. März um 16 Uhr im Köthener Veranstaltungszentrum auf dem Programm steht und die Sonderausstellung „Gleichgeschaltet – Köthen im Nationalsozialismus“ in den Museen im Schloss begleitet. Otto Böttcher, 1908 in Köthen geboren, schrieb an seine Frau Elsbeth viele Briefe. Er war 31 Jahre alt, als er sich freiwillig zur Wehrmacht meldete. Da war er vermutlich schon Mitglied der NSDAP. Von Böttcher sind 168 Feldpostbriefe erhalten; der erste ist vom 3. November 1939, der letzte vom 5. Januar 1943. Seitdem war er verschollen. Die Briefe des Kötheners zeigen, dass er ein überzeugter Nazi war. So schreibt er stolz: „Soldaten sind Soldaten in Worten und in Taten! Sie sind nur einem Mädel treu!“ Otto Böttchers Briefe erzählen wenig von den Kampfhandlungen, umso mehr scheint in ihnen seine Persönlichkeit auf. So wird deutlich, was ihn bewegte, wie ihm seine Familie fehlte, aber auch welches Weltbild er hatte. Der Schauspieler Roman Weltzien vom Anhaltischen Theater Dessau liest eine Auswahl dieser Briefe. Christine Friedrich, Geschäftsführerin der Köthen Kultur und Marketing GmbH, wird über Otto Böttcher erzählen und wie seine Briefe 2024 ins Museum kamen. Der Eintritt zur Lesung ist frei.
Termine
Ticketpreis
Eintritt frei
Veranstaltungsort
Veranstaltungszentrum
Schlossplatz
06366 Köthen