Erlebniswelt Deutsche Sprache

Öffnungszeiten

Montag geschlossen
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr
Führungen für Gruppen sind nach Absprachen auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Eintrittspreise

Schlosskarte (alle Museen) 6 Euro
Schlosskarte ermäßigt 4 Euro
Schlosskarte Gruppe, je Person 4 Euro

Kontakt

Christoph Erdmann
Tel: 03496 700 99 274
Email: historisches-museum@schlosskoethen.de

Wappenschild der Fruchtbringenden Gesellschaft

Die Fruchtbringende Gesellschaft ist die erste und bis heute bedeutendste Sprachgesellschaft in Deutschland. Sie entstand 1617 in Weimar und wurde von Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen nach dem Vorbild der italienischen Accademia della Crusca, als deren erstes deutsches Mitglied Ludwig I. von Anhalt-Köthen schon Jahre zuvor aufgenommen worden war, ins Leben gerufen. Fürst Ludwig wurde schon am Gründungstag als erstes Oberhaupt erwählt. Die Fruchtbringende Gesellschaft verfolgte unter anderem das Ziel, Deutsch als Literatursprache zu entwickeln. In ihrer Blütezeit zwischen 1640 und 1680 hatte die Fruchtbringende Gesellschaft über 500 Mitglieder. Darunter waren Gueintz, Harsdörffer, Schottelius, Opitz, Zesen und Gryphius.

Die Fruchtbringende Gesellschaft wurde auch Palmenorden genannt, da ihr Emblem die damals recht exotische Kokospalme war. Der Palmenbaum galt in der früheren Neuzeit als nützlicher und in all seinen Teilen sinnvoll verwend- und verwertbarer Baum. Das Beiwort „Alles zu Nutzen“ hält als Leitwort die universale Gesellschaftsethik der Fruchtbringer fest.

Die Fruchtbringende Gesellschaft wuchs schnell, obwohl allein ihr erstes Oberhaupt – Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen – neue Mitglieder aufnehmen konnte. Wenige Jahre nach seinem Tod begann auch bereits der Niedergang durch die Entwicklung der Gesellschaft zu einem rein höfischen Ritter-Orden. Die Fruchtbringende Gesellschaft starb aus.

Veranstaltung der Neuen Fruchtbringenden Gesellschafts

Die Neue Fruchtbringende Gesellschaft wurde am 18. Januar 2007, im 390. Jahr der Gründung des ältesten deutschen Sprachvereins, der Fruchtbringenden Gesellschaft, ins Leben gerufen. Die Gesellschaft sieht sich in der sprachpflegerischen Tradition der Fruchtbringenden Gesellschaft des 17. Jahrhunderts.

Die Neue Fruchtbringende Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Lesungen, Vorträgen und vielfältigen Sprachaktionen an die Öffentlichkeit zu treten, um ein Bewusstsein für den Wert der deutschen Sprache und ihrer Ausdrucksfähigkeit zu schaffen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die deutsche Sprache als Amts-, Kultur-, Landes- und Wissenschaftssprache zu erhalten, zu pflegen, zu schützen und weiterzuentwickeln.

Die Erlebniswelt Deutsche Sprache im Schloss Köthen wurde von der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft eingerichtet. Dort lädt die Ausstellung ein, ausgehend von der Geschichte der ersten deutschen Sprachgesellschaft, der Fruchtbringenden Gesellschaft des 17. Jahrhunderts, sowohl einen Blick in die Geschichte der deutschen Sprache zu werfen als auch zahlreiche interessante Sprachphänomene zu erkunden.

Links

www.erlebniswelt-deutsche-sprache.de

www.fruchtbringende-gesellschaft.de

www.fruchtbringende-gesellschaft.de/schreibwettbewerb

 

 

Erlebniswelt Deutsche Sprache im Schloss Köthen. Ein kleiner Streifzug durch die Ausstellung. Hrg. Neue Fruchtbringende Gesellschaft.

Unsere Sprache. Beiträge zur Geschichte und Gegenwart der deutschen Sprache. ISSN 1867-4224
mit Beiträgen zur deutschen Sprache sowie Reden und Vorträgen, die vor der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft gehalten wurden

  • Band 1 (2008) „Dem Mehlreichen“ mehr
  • Band 2 (2009) „Dem Nährenden“ mehr
  • Band 3 (2010) „Dem Käumling“ mehr
  • Band 4 (2011) „Dem Hoffenden“ mehr
  • Band 5 (2014) „Dem Schmackhaften“ mehr
  • Band 6 (2015) „Dem Saftigen“ mehr
  • Band 7/8 (2016/2017) „Dem Wohlbekommenden“ und „Dem Reinlichen“ mehr
  • Band 9/10 (2018/2019) „Dem Wohlriechenden“ und „Dem Durchdringenden“ mehr
  • Band 11 (2020) „Dem Kräftigen“ mehr

Schöne deutsche Sprache. Veröffentlichung der Preisträgerbeiträge des Schreibwettbewerbs „Schöne deutsche Sprache“ der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft und der Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache. mehr